Wald von Orgi
Der Tag, an dem Navarra euch das Innehalten lehrte
Ihr brecht morgens aus Ttipiaenea auf, ohne Wecker, wenn ihr es euch leisten könnt. Die Luft ist frisch, klar, mit jenem Duft nach Land, der einen ruhigen Tag ankündigt. Ihr fahrt wenige Minuten und seid schon in einem anderen Rhythmus: das Ultzama-Tal, grün, gewellt, übersät mit Bauernhöfen und Wiesen, wo die Zeit langsamer zu vergehen scheint.
Ein Wald, der kein gewöhnlicher Wald ist
Sobald ihr den Wald von Orgi betretet, ändert sich etwas. Es ist kein gewöhnlicher Wald: Es ist ein jahrtausendealter Eichenwald, einer der letzten, die in Navarra erhalten sind. Hierher kommt man nicht, um „eine Tour zu machen", sondern um den Rhythmus zu drosseln.
Der Weg ist bequem, praktisch flach, perfekt zum mühelosen Gehen. Der Boden —weich, mit Laub bedeckt— dämpft jeden Schritt. Mal knirscht er sanft, mal macht er gar kein Geräusch.
Vier Versionen desselben Wunders
Die Eichen sind hoch, unregelmäßig, mit Stämmen, die Geschichten erzählen. Manche winden sich, andere öffnen sich in weiten Ästen, die das Licht filtern.
Wichtig ist, ohne Plan zu gehen
Vielleicht setzt ihr euch auf eine Holzbank. Vielleicht tut ihr ein paar Minuten gar nichts. Und genau das macht diesen Ort besonders.
Bevor ihr zurückfahrt, könnt ihr in Lizaso oder in einem kleinen Restaurant des Tals einkehren. Die Küche ist hier schlicht und echt.
Wie man von Ttipiaenea aus hinkommt
- Entfernung26 km · 27 Min. mit dem Auto
- RouteNA-150 Richtung Ultzama → Lizaso → Orgi
- SchwierigkeitGering · Flacher, bequemer Weg
- EmpfehlenswertDas ganze Jahr, besonders im Herbst